In einem Sängerleben gibt es immer mal die Chance, etwas ganz Neues und Außergewöhnliches zu erleben. So am 8. Oktober, an dem eine starke Gruppe von Cantamos Beinstein und des Männerchores zum Auftakt von „Waiblingen leuchtet“ zum StadtKLANK in Waiblingen beitrug.
Nicht jeder konnte sich so recht vorstellen, wie das klingen
würde, als wir die Noten sahen und den
„Auftritt“ probten.
Wurden wir doch nicht nur mit Anweisungen zum Singen, sondern mit
allerlei Materialien ausgestattet, mit denen man verschiedene
Töne, Geräusche oder auch Aktionen machen konnte: von
Rasseln, Papier, das zerknüllt werden musste, bis zur Kreide,
mit der kniend auf das Pflaster gemalt werden sollte.
Diese Zutaten trugen die Sängerinnen und Sänger, zusammen mit einer selbst gefertigten Flüstertüte aus Plastik, in einem Karton mit sich, als sie sich mit anderen Gruppen von Sängern und Instrumentalisten in einem langsamen Zug auf den Marktplatz zu bewegten und in streng getakteten Abständen das „E“ und andere (Miss-)Töne zu singen hatten. Daraus ergab sich – zusammen mit den diversen Geräuschen und aufgenommen von Mikrofonen – ein sich stets verändernder Klangteppich in den Straßen der Innenstadt, die von einer großen Zahl von Zuschauern gesäumt waren.
Am Marktplatz versammelten sich dann schließlich alle 450 Musiker zum grandiosen Abschlusskonzert, „dirigiert“ von zwei Männern, die Buchstaben des Alphabets hochhielten, mit denen angezeigt wurde, wann der nächste Abschnitt zu singen bzw. zu spielen war. Der gemeinsame Auftritt endete mit einem gewaltigen Schrei und Schlusston aller Teilnehmer, den die Dirigenten schließlich zu einem ganz leisen Piano abdämmten.
Insgesamt: ein für Waiblingen und die Sänger einmaliges Erlebnis, wenn auch nicht immer nach jedem Geschmack. Sollte es doch sowohl die Akteure als die Zuhörer für die Klangwelt und Ausdrucksmöglichkeiten moderner Musik öffnen.

Auch die Waiblinger Kreiszeitung
berichtete von diesem besonderen Ereignis:
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